Frank Sitta bloggt.

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Was wäre nun, wenn man Twitter nicht nur lesen, sondern sinnlich erfahren könnte? Wenn man hören, sehen, spüren könnte, was gerade geschieht?

#tweetscapes geht dieser Frage nach und bietet einen neuen Zugang zum Sozialen Netz. Sämtliche* Deutschen Twitter-Nachrichten werden in Echtzeit und rund um die Uhr in abstrakte Klänge und Bilder umgewandelt – nicht willkürlich, sondern nach einem festen Regelwerk. So werden über das Hören Rückschlüsse auf die zugrundeliegenden Daten möglich, die über den konkreten Inhalt einzelner Tweets hinausgehen und kommunikative Zusammenhänge aufzeigen: Das erste Aufflammen einer Nachricht, die schnelle Verbreitung ihrer Echos und Wiederholungen, der “Grundsound” eines von einem bestimmten Thema geprägten Tages – all diese Aspekte werden intuitiv begreifbar. Twitter wird Ambience, der User wird Teil des Datenstromes.

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re:publica 2012 - Ein Zwischenstand

Halbzeit auf der re:publica. Ich versuche das bisher erlebte daher einmal zusammenzufassen. Eine Konferenz zur digitalen Gesellschaft braucht eines ohne Frage: WLAN. Leider gab es da – wie auch im Vorjahr – akute Probleme. Das ist schwer nachvollziehbar, aber wohl nicht zu ändern. Die Dichte an Smartphones, Tablets und Notebooks ist hier sicher verdammt hoch, aber damit muss man rechnen. Technisch sollte das aber eigentlich gar kein Problem sein. Man hilft sich letztendlich irgendwie aber schöner wäre, wenn das einfach funktionieren könnte.

Allgemein gesprochen ist die neue Location absolut ideal für diese Konferenz, um Längen besser als die Kombi Friedrichstadtpalast + Kalkscheune. Thematisch war bisher jede Menge interessantes dabei. Von der Nutzung des Internets in der politischen Willensbildung („Deliberation 3.0“) über Blutdruckmessungs-Apps und den genetischen Analysebaukasten für zu Hause reichten dabei die Themen. Legendär wie auch im Vorjahr Sascha Lobos Überraschungsvortrag über die Zukunft des Internets. Hervorheben möchte ich auch den Vortrag des Kenianers Mark Kaigwa über die Silicon Savanna bzw. das aufstrebende Afrika. Nebenbei hatte ich ne Menge Spaß mit den Jungs von der Wollmilchsau bei der wooga-Party. Außerdem gab es Berlins beste Pizza kombiniert mit einem Wiedersehen mit Manuel & CO von Clever Elements Heutige Highlights auf meinem Programm: Webvideo-Fail Award, Poetry Spam und die Sipgate-Party. 

Sehr schön. Der Beginn der Vermenschlichung der Computer. Liebeslied by IBM. Der IBM 7094 waren der erste Computer der in der Lage war zu singen.

re:publica 2012

Im letzten Jahr war ich eher zufällig und sehr spontan dabei. Für 2012 hatte ich mir den Besuch der re:publica fest vorgenommen. 2011 brach die Location (Friedrichstadtpalast + Kalkscheune) aus allen Nähten.

Dieses Jahr wird alles größer und die Chance in alle Sessions hineinzukommen steigt hoffentlich. Neue Location ist die Station in Berlin-Kreuzberg. Allerdings erwartet man auch über 3000 Teilnehmer. Neben mehr Platz wurden auch 99 3er-Steckdosen, ein stabiles WLAN und viele Partys am Abend versprochen. Ich bin gespannt und aktuell auf der Reise nach Berlin.

Außerdem freue ich mich auf unsere Freunde und Veranstaltungspartner von der  Hamburger Wollmilchsau. ACTION!


Okologisches Grafitti. Paßt zur aktuellen Guerilla-Gardening Bewegung in deutschen Städten. So gesehen wird mir “Grassfitti” sympathisch. ;o)

Backe dem Volk das Brot! Sei Held der Nacht. Werde Retter des Morgens. Das Bäckerhandwerk braucht Nachwuchs. Dieses Imagevideo ist super gelungen. Der Song hat außerdem absolutes Ohrwurmpotential. Sehbefehl!

“Monti ist damit Italiens personifiziertes Scharnier zwischen ökonomischer und politischer Vernunft.”

Wirklich sehr guter und absolut lesenswerter Artikel.

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